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Ausbildung

Ausbildungskurs: Grundlagen der Systemaufstellungen
 
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Teilnehmer:
 
Der Kursus richtet sich in erster Linie an Menschen, die in beratenden und helfenden Berufen tätig sind (Ärzte, Therapeuten, Pädagogen, Psychologen, Coaches, Berater in Unternehmen, Organisationen, Bildung, Politik, Behörden, Vereinen etc.) oder eine solche Tätigkeit anstreben.
Der Kursus steht auch allen Interessenten offen, die ein tieferes Verständnis der Kräfte erlangen möchten, die in Familien und anderen Systemen wirken - sei es für berufliche oder private Zwecke.
 
Lernkonzept:
 
Die Methode der Systemaufstellungen wird praxisbegleitend gelernt. Die Teilnehmer der Ausbildung nehmen zusammen mit anderen Teilnehmern, die ihre Familien, Unternehmen usw. aufstellen, an den Wochenendseminaren teil. Darin können eigene Anliegen aus Privat- und Berufsleben auf-gestellt werden. Theoretische Inhalte und Fallsupervisionen aus eigener Praxis schließen sich in den Abendstunden an.
Systemaufstellungen sind kein bloßes Handwerk, das sich allein theoretisch lernen läßt. Systemaufstellungen sind in hohem Maße abhängig von innerer Freiheit und Intuition. Dennoch unterliegt diese Arbeit in weiten Teilen nachvollziehbaren Strukturen, die in diesem Kurs vermittelt werden sollen. Dazu gehören fachliche Kenntnisse, die phänomenologische Haltung des Aufstellungsleiters, Erfahrungen, die sich bewährt haben, sowie Fehler, die man vermeiden sollte.
 
Orientierungskurs:
     3 Seminare (6 Tage, 600 €)
Dieser Kurs dient dazu, für sich zu klären, inwieweit diese Methode und die Ausbildung zusagen. Im Orientierungskurs werden erste Grundlagen vermittelt, die eine gute Hilfe sind bei Ihrer Entscheidung, ob Sie eine vollständige Ausbildung machen möchten. Die Seminare sind frei wählbar. Es ist auch möglich, 2 Orientierungskurse hintereinander zu belegen bzw. den kompletten Ausbildungskurs zu vervollständigen.
 
Kompletter Ausbildungskurs:
     12 Seminare (mind. 24 Tage, 2.400 €, zahlbar in 4 Tranchen zu je 600 €)
Nach diesem Kurs werden Sie rund 200 Aufstellungen erlebt haben. Diese beinhalten ein weites Spektrum an Applikationsmöglichkeiten, Aufstellungstechniken und diversen Sonderformen. Mit dieser Ausbildung haben Sie die Grundlagen erreicht, um selbst Aufstellungen leiten zu können. Die Seminare sind frei wählbar.
 
Supervisionskurs für Auszubildende:
     (2 Tage, 200€)
In Supervisionskursen können Sie eigene Aufstellungen unter meiner Aufsicht leiten, Probleme mit Patienten/Klienten aus eigener Praxis klären und experimentell arbeiten.
 
Spezialkurse:
     (je nach Kurs zwischen 2 und 6 Tagen, 200€)
Sofern es die Anzahl der Teilnehmer erlaubt, werde ich Kurse in Spezialgebieten anbieten, z.B.:

  • Medizin (Psychiatrie, Onkologie, Allergologie, Dermatologie, Endokrinologie,…)
  • Paartherapie
  • Kinder (Aggression, Sprachprobleme, Schulprobleme,…)
  • Organisationsaufstellungen für Unternehmen, Institutionen
  • Aufstellungen in Sozialeinrichtungen (Gefängnissen, Waisenhäuser, Drogenberatungsstellen,…)
  • Einzelaufstellungen für besondere Anliegen (Politikberatung, Film-/Theaterberatung,…)
Diese Kurse werden gesondert ausgewiesen und können als Bestandteil der Ausbildung belegt wer-den.
 
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Allgemeine Informationen zur Ausbildung
        Angelehnt an meine Ausbildung bei Dr. Wilfried Nelles, Marmagen
 
Ziele und Grundlagen
 
Eine Ausbildung in Systemaufstellungen kann unterschiedlichen Zwecken dienen.
  1. Ich möchte Systemaufstellungen zu meiner Haupttätigkeit machen oder meine bisherige Arbeit um die der Systemaufstellungen erweitern.
  2. Ich möchte für meine berufliche Tätigkeit ein vertieftes Verständnis und einen Blick für systemische Verstrickungen und Lösungen erlangen und damit meine Kompetenz im ausge- übten Beruf erweitern, ohne selbst aufzustellen.
  3. Ich möchte ohne ausdrückliche Perspektive mein Verständnis für tiefere Lebenszusammen- hänge erweitern.
Diese Motive können sich auch mischen, und manch einer fängt bei 3) an und hört bei 1) auf.
 
Wer an eine berufliche Perspektive denkt, sollte folgendes beachten:
 
Es gibt - auch in Deutschland - weder eine staatlich oder verbandlich lizenzierte, noch eine von Bert Hellinger autorisierte Ausbildung zu Systemaufstellungen. Bert Hellinger hat nie so eine Aus-bildung angeboten. Viele haben von ihm gelernt, aber niemand ist sein Schüler. Statt einer formellen Ausbildung hat er in vielen Seminaren gezeigt, wie er arbeitet - man konnte ihm dabei zuschauen, Fragen stellen und den Geschmack der Arbeit aufnehmen. Bis heute entwickelt er seine Arbeit ständig fort und zeigt diese mittlerweile weltweit.
In gleicher Weise entwickeln andere Menschen diese Arbeit in mehreren Spezialbereichen weiter, z.B. in Schulen (Leistungsschwächen, Integrationsprobleme, Autismus), Kliniken (Drogensucht, Psychosen, Krebs), Gefängnissen (soziale Reintegration), in der Politikberatung (interethnische Konflikte, diplomatische Entscheidungsprozesse) oder zeigen neue Formen der Aufstellung (Organaufstellungen, Aufstellungen für Tiere, Drehbuch-/Theateraufstellungen, Aufstellungen mit abstrakten Strukturen und Problemen) - der Experimentierfreudigkeit sind keine Grenzen gesetzt. Fürs Materialstudium gibt es heute in Deutschland über 70 Buchtitel und eine Fülle von Videos zu Vorträgen und Seminaren, die diese Arbeit dokumentieren. In französischer Sprache gibt es zur Zeit 7 Titel und 2 Videos, während mehrere Arbeiten gerade in Übersetzung sind.
Über die Frage, was jemand, der Systemaufstellungen durchführen möchte, lernen sollte und wie dieses Lernen aussehen soll, gehen die Meinungen auseinander. Da ist einerseits die Forderung nach profunden Kenntnissen, andererseits die Einsicht, daß man Systemaufstellungen nicht "trocken" üben kann, sondern nur dadurch, indem man es tut. Entsprechend unterscheiden sich die Weiterbildungskonzepte voneinander. Bert Hellinger hat Voraussetzungen und Mindeststandards für das Kennenlernen und Erlernen der Systemaufstellungen immer abgelehnt. Das widerspricht dem gängigen Verständnis von qualitätsgesicherter Ausbildung. Um sich nicht über diese prinzipielle Entscheidungsfreiheit hinwegzusetzen, aber dennoch ein gewisses Maß an Qualität zu ermöglichen, gibt es von der "Internationalen Arbeitsgemeinschaft Systemische Lösungen nach Bert Hellinger" folgende Empfehlungen:
Man sollte
  • die eigene Herkunfts- und Gegenwartsfamilie aufgestellt haben,
  • eine therapeutische Grundausbildung/Praxis in einem allgemein gebräuchlichen therapeuti-schen Verfahren haben,
  • an mehreren Aufstellungsseminaren, die von einem erfahrenen Aufstellungsleiter geleitet wurden, teilgenommen haben.
Mein Ansatz betont die unmittelbare Erfahrung während der Arbeit und die Eigenverantwortung des Aufstellungsleiters.
Jeder soll die Möglichkeiten sehen, die sich mit dieser Arbeit ergeben, jeder soll sich aber auch verantwortungsvoll seiner Grenzen bewußt sein, wenn er diese Arbeit ausübt.
 
Rechtliche Situation
 
Die Tätigkeit des Psychotherapeuten und die Erlaubnis zu ihrer Ausbildung wird nach dem Psycho-therapiegesetz geregelt und ist engen Beschränkungen unterworfen. Psychotherapeut darf sich nur nennen, wer ein abgeschlossenes Medizin- oder Psychologiestudium nebst Zusatzqualifikation in einem anerkannten Verfahren vorweisen kann. Viele Aufsteller sind keine Psychotherapeuten und bezeichnen ihre Arbeit als Beratung. Festzuhalten ist, daß alle auf dem Markt angebotenen Aus- und Weiterbildungen in Systemaufstellungen keinen rechtlichen Wert haben.
 
Worum geht es bei Systemaufstellungen, und wie lernt man es?
 
Ziel der Systemaufstellungen ist das Aufzeigen von Konfliktstrukturen und die Lösung aus Verstrickungen in Familiensystemen und organisierten Systemen. Der Aufstellungsleiter hat dabei die Funktion eines Katalysators in einem Prozeß, der bereits in der Seele der Rat suchenden Person angelegt ist. Was nach außen wie eine starke Führung durch den Aufstellungsleiter aussieht, ist tatsächlich ein Geführtwerden durch das Energiefeld der Aufstellung und durch die Seele der betreffenden Person. Die Grundvoraussetzung auf Seiten des Aufstellungsleiters ist eine innere Lösung von eigenen Vorstellungen und der Mut, sich absichtslos und furchtlos führen zu lassen und dies klar in Wort und Handlung auszudrücken. Das Herz der Systemaufstellungen ist die phänomenologische Vorgehensweise. Dabei setzt man sich offen - ohne Absicht - der Wirklichkeit aus, wartet, was die Wirklichkeit (hier repräsentiert durch die Rat suchende Person und die Aufstellung) zeigt, und handelt (bzw. spricht) dementsprechend, ohne darüber nachzudenken. Die Kraft kommt dabei aus der Wirklichkeit selbst, nicht aus dem Wissen des Aufstellungsleiters. Eher kommt sie aus seinem Mut, sich dem Nicht-Wissen auszuliefern. Man macht sich kein Bild von der Person, man ordnet sie nicht in ein Modell oder Schema ein, sondern schaut einfach hin und wartet auf das, was auftaucht. Dabei muß man mit der Person in Kontakt sein und sich der Lösung unterwerfen, die von dort erscheint. Dann handelt man sofort, ohne zu reflektieren, oft auch ohne zu verstehen. Die Einsicht kommt erst spä-ter, und man überprüft das Gesagte oder die Handlung an der Wirkung. Das kann niemand von selbst. Man muß es immer wieder üben, aber das geht sozusagen nur im Ernstfall. Man lernt es, indem man sich stellt, nicht indem man es in simulierten Situationen einstudiert. Es ist keine Technik, sondern eine Art zu sein, eine Art der Präsenz. Erst der Ernstfall liefert die Kraft, und Systemaufstellungen sind Arbeit mit der Kraft oder besser Auslieferung an die Kraft. Hellinger sagt: "Was wirkt, ist nicht der Aufstellungsleiter, sondern die Wirklichkeit." Der Aufstellungsleiter muß sich der wahrgenommenen Wirklichkeit ausliefern. Indem er das tut und in dem Maße, wie er das kann, kann dies auch die Rat suchende Person.
 
Die zweite Ebene beinhaltet die Technik der Systemaufstellungen sowie das Wissen um Fragetechniken, Grundformen, Hintergründe und Folgen von Verstrickungen in Familiensystem und anderen Systemen und die Lösungswege und Lösungssätze. Diese können ganz normal studiert und gelernt werden. Das Eintauchen und Mitfließen mit dem Fluß ist das Wesentliche. Der Aufstellungsleiter muß die Regeln - nachdem er sie verinnerlicht hat - wieder vergessen, um sich jedem Menschen, jedem Schicksal und jedem System wieder unvoreingenommen stellen zu können. Dazu gehört auch, daß man mit wichtigen eigenen Problemen, die diese Unvoreingenom-menheit behindern können, im Frieden sein sollte.
 
Obwohl es keine unbedingte Voraussetzung ist, sind eine therapeutische Grundausbildung bzw. entsprechende Berufserfahrung, Erfahrung in Gruppenleitung, persönliche Reife und Lebenserfahrung wünschenswert.
 
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

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